transparency (D50 light indicator)

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Diese Arbeit ist ein Spiel mit minimalen Differenzen von Lichtqualitäten und deren Einfluss auf Farbwahrnehmung. Ästhetisch macht sie erfahrbar, was sich physikalisch und physiologisch zwischen Farbpigmenten, dem menschlichen Auge und der jeweiligen Lichtquelle abspielt. Auf dem kleinen viereckigen Papierstreifen in der Mitte des Rahmens sind zwei verschiedene Brauntöne gedruckt, die sich je nach Lichtqualität mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden lassen. Solche Lichtindikatoren werden in der Druckindustrie verwendet, um den Farbeindruck in Relation zu den gegebenen Lichtverhältnissen zu überprüfen. Künstliche und natürliche Lichtquellen unterscheiden sich in ihrer Lichtfarbe durch den Aufbau ihres Spektrums (Metamerie). Während Tageslicht über ein recht gleichmäßiges Spektrum verfügt, nutzen beispielsweise günstige Leuchtstoffröhren nur die Energiespitzen des roten, grünen und blauen Spektrums, um den Eindruck weißen Lichts zu erzeugen. Diese Differenzen wirken sich auf den Farbeindruck des Lichtindikators aus. Die Arbeit verbindet menschliche und technische Sensibilitäten und macht auf die sich raumzeitliche wandelnde Qualität und Stimmung von Licht und Farbe aufmerksam.

– Nicolas Oxen

This work is a play with minimal differences of light qualities and their influence on color perception. Aesthetically, it makes it possible to experience what happens physically and physiologically between colour pigments, the human eye and the respective light source. Two different shades of brown are printed on the small square strip of paper in the middle of the frame, which can be distinguished from each other to a greater or lesser extent depending on the quality of the light. Such light indicators are used in the printing industry to check the color impression in relation to the given lighting conditions. Artificial and natural light sources differ in their light color by the structure of their spectrum (metamerism). While daylight has a fairly uniform spectrum, inexpensive fluorescent tubes, for example, use only the energy peaks of the red, green and blue spectrum to create the impression of white light. These differences affect the colour impression of the light indicator. The work combines human and technical sensibilities and draws attention to the spatiotemporally changing quality and mood of light and color.

– Nicolas Oxen