VB_VIEVOX_2154_150927web VB_strassburg VB_Rosau VB_Goodbye Grey VB_Goodbye_Grey antike_2.0 VB-Bergmeier © Johannes Raimann & Dominic Spitaler 2012 © Johannes Raimann 2012

Gustav Bergmeier

© Johannes Raimann 2013© Johannes Raimann 2013© Johannes Raimann 2013© Johannes Raimann 2013© Johannes Raimann 2013© Johannes Raimann 2013

Der Auftraggeber Gustav Bergmeier ist ein Meisterphotograph, der an der Graphischen Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt, Wien XIV, unterrichtet. Des Öfteren hält er außerschulische Vorträge zu photographischen Themen. Es war naheliegend ein Corporate Design zu gestalten, welches die grundlegenden Techniken und Prinzipien der Photographie zeigt.

 

Das Logo zeigt den ältesten photographischen Apparat. Die Camera Obscura war bereits Aristoteles bekannt. Nach dem selben Prinzip funktioniert die Photographie bis heute: Licht fällt durch ein Loch in einen dunklen Kasten und erzeugt auf der gegenüberliegenden Seite ein kopfstehendes und seitenverkehrtes Abbild. Natürlich wurden diese Gerätschaften immer komplexer, aber das Prinzip ist immer noch das gleiche.

Die Farben Orange und Blau sind Komplementärfarben. Das bedeutet: Orange ist das Gegenteil von Blau und umgekehrt. In der Photographie ist das wichtig, weil sich im Negativ-Positiv-Verfahren die Farben umkehren. Was am Negativ Blau ist, erscheint im Positiv Orange.

 

Auf der Visitenkarte findet sich ein Verlauf von Orange nach Blau. Dieser Verlauf nimmt Bezug auf den oben genannten Prozess, aber er drückt noch mehr aus. Das wichtigste Gestaltungsmittel eines Photographen ist das Spiel mit Licht und Schatten. Zum anderen verweist der Verlauf auch auf die Lehrtätigkeit des Auftraggebers. Dieser erhellt durch seinen Unterricht und seine Vorträge den Geist seiner Zuhörer. Das Wissen über Photographie, über Licht und Schatten drängt die Unwissenheit zurück.

 

Die Proportion, in welcher der Verlauf auf der Vorderseite zu dem Verlauf auf der Rückseite steht, ist im „Goldenen Schnitt“ gesetzt. Dieser ist das wichtigste klassische Teilungsverhältnis. In der Bildgestaltung findet der „Goldene Schnitt“ nach wie vor Anwendung. Dieser beschreibt das Verhältnis, in dem die kleinere Strecke zu größeren stehen muss, damit die große im selben Verhältnis zur gesamten Strecke steht.